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Organist

Organist / Kirchenmusiker

Musik spielt in der evangelischen Kirche eine große Rolle. In der Reformationszeit war
das Singen wichtig. Luther hat dafür selbst Lieder gedichtet. Sie enthalten in aller Kürze das Wichtigste des evangelischen Glaubens.

Martin Luther wusste: Die Menschen prägen sich durch das Singen die neue Lehre gut ein. Die Lieder waren auch für den Gottesdienst von Bedeutung. Durchdas Singen war die Gemeinde besonders aktiv an ihm beteiligt.

Bei uns wurde im Mai ein neuer Organist in sein Amt eingeführt. Er heißt Udo Keller.

Die Aufgaben eines Organisten sind es, den Gottesdienst musikalisch zu eröffnen, zu beenden und die Gemeinde zu begleiten. Zu besonderen Anlässen werden Orgelkonzerte organisiert. In manchen Gemeinden hat der Organist, der auch Kirchenmusiker genannt wird, auch dieAufgabe den Gemeindechor zu leiten.

 

Neuer Organist: Udo Keller

foto farb

Mein Name ist Udo Keller und ich bin seit April 2015 ihr neuer Vertragsorganist. Ich wohne in Frankfurt, mein Elternhaus ist in Wörth am Main.

In diesem Jahr feiere ich mein 25-jähriges Dienstjubiläum als Organist im Dekanat. Orgelausbildung bei Peter Schaefer (Klingenberg), Christoph Seitz (Aschaffenburg) und Wolfgang Kleber (Darmstadt). 1991 habe ich den D-Kurs für Orgelspiel bei Christoph Seitz in Aschaffenburg absolviert und besuchte regelmäßig Kurse der norddeutschen Orgelakademie sowie den C-Kurs im Zentrum Verkündigung in Frankfurt 2005/6. Ebenso 2007 den D-Kurs für Chorleitung in Frankfurt.

Sie teilen mich mit der Kirchengemeinde Klingenberg/Wörth.

Seit 20 Jahren gestalte ich regelmäßig Geistliche Abendmusiken und Festgottesdienste zusammen mit vielen unterschiedlichen Musikern. Seit 5 Jahren führe ich leidenschaftlich gerne mit einem kleinen und feinen Kammerchor und verschiedenen Solisten aus Frankfurt Bachkantaten im Gottesdienst auf.

Leider hat Orgelmusik in der Allgemeinheit ein miserables Image. Doch schätzen schon viele Leute deswegen Orgelmusik nicht, weil sie kaum Orgelmusik hören, und sie ist ja auch zudem nicht gerade leicht zu hören. Polyphone Barockmusik zum Beispiel ist im Gegensatz zur Popmusik in ihrer Komplexität kaum beim ersten Eindruck zu erfassen und eine Orgel klingt eben wie eine Orgel und nicht wie ein Orchester, ein Chor oder eine Band. Trotzdem ist traditionelle Kirchenmusik etwas ungeheuerlich Lebendiges und hochaktuell, wenn man sich darauf einlässt, und das versuche ich auch zu vermitteln. Die Qualität des Gemeindegesangs erfordert und wird gefördert durch die Gesangsbegleitung, die, wenn sie gut ist, viel schwieriger ist, als man denkt. Musiker aller Zeiten hoben die Orgel als Königin der Instrumente auf den Thron. Vermutlich deshalb, weil ihr außergewöhnlicher Klang die nicht fassbare Dimension des Unendlichen hörbar macht – im besten Falle nicht nur für den, der die Orgel spielt.

Ich freue mich auf eine musikalisch reiche Zeit in Obernburg.

Ihr

Udo Keller

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